Donnerstag, 22. Juli 2010

Benimm dich auf meinen Kurven...

Hallo, hier bin ich wieder! Ich habe den gefürchteten Rohtang Pass (Passhöhe 3978 Meter) und noch vier weitere bis hinauf auf 5360 Meter heil bezwungen. Aber der Reihe nach.

In Manali bin ich um 7 Uhr gestartet, nach 3 Tagen Regen bei strahlendem Sonnenschein. Das sah dann für einige Kilometer so aus:


Doch die Freude hielt nicht lange an, denn der Dauerregen hatte die Passstraße in eine schlammige Bahn verwandelt, in der gleich einige LKWs festhingen. Dazu kamen noch diverse Erdrutsche. So habe ich für die 52 Kilometer bis zur Passhöhe 4,5 Stunden gebraucht. Da ging es mir noch gut, denn mit zwei Rädern hatte ich öfters mal die Chance, and den Trucks vorbei zu fahren. Manchmal ging aber auch das nicht mehr.





Auf der Nordseite sah es alles gleich wieder viel freundlicher aus, gelegentliche Hindernisse wurden mit vereinten Kräften den Berg runter geworfen.



Der zweite Pass , der BaralachaLa, ging dann schon auf 4830 Meter hoch, ließ sich aber deutlich besser fahren.Wenn da nicht 6 Schmelzwasserflüsse gewesen wären, die über die "Straße" tosten und durchfahren werden mussten. Teilweise über 30 cm tief - das gab schön nasse und kalte Füße.


Meine teuren A-i-as (denkt bei den Strichen an meinen Initialien...) Trekkingschuhe haben sich dabei aufgelöst, die Sohlen hängen nur noch runter. Ich habe sie dann provisorisch mit Klettband zusammengehalten.

Die Nacht habe ich nach 12 Stunden - für 220 gefahrene Kilometer - in einem Zeltcamp verbracht. In 4500 Meter Höhe nicht gerade warm. Waschwasser gabs aus der Tonne.


Tag zwei auf dem Manali-Leh Highway (über den übrigens die gesamte Versorgung Ladakhs läuft!) begann wieder mit herrlichem Sonnenschein, der dann den ganzen Tag auch blieb. Einige Impressionen von der herrlichen Strecke, die dann noch über die mit 5360 Metern zweithöchste Passstraße der Welt, den TaglangLa Pass führt.Die Berge ringsum sind alle 6-7000 Meter hoch.








Wer mal schauen möchte: 32,096 77,176 bei Google Earth eingeben. Da sieht man einen Teil der 500 Kurven, die ich heute gefahren bin.



Unten begrüßen Chörten und Gebetsfahnen in Ladakh. Nach 11 Stunden und nach 260 Kilometern erreichte in Leh. Große Freude bei Pauls Guesthouse, wo ich im letzten Jahr schon war. Mein erster Weg führte mich zu einem Schuhmacher. Morgen kann ich meine Schuhe abholen, ich bin mal gespannt.

Alle paar Kilometer haben die Strassenbauer nette Sprueche hinterlassen. Einige habe ich schon fotografiert, so dass ich mich kuenftig mit dem Spruch des Tages verabschieden kann.

Kommentare:

  1. Oh Dirk, das wäre nichts für meine schwachen Nerven ;-)
    Aber schön, dass Du einigermaßen unversehrt diesen Teilabschnitt gemeistert hast.
    Weiterhin gute Fahrt, viele Grüße
    Rolf

    (Die Bilder sind stellenweise stark komprimiert, oder? Funktioniert auf dem Lappi doch nicht so optimal)

    AntwortenLöschen
  2. Zuerst sieht es aus wie in den Alpen, dann wie in den Pyrenäen (der Schlamm) und zum Schluss ganz einzigartig hochgebirgig. Was für eine grandiose Gebirgslandschaft. Danke für die wundervollen Fotos.

    AntwortenLöschen
  3. danke für die tollen Bilder oh wie steil , hoch und eindrucksvoll die Passstraßen sind
    Frauke

    AntwortenLöschen
  4. RESPEKT!!! Ich hätte mir bei diesen Hängen in die Hose gepullert oder mir bei diesen Kurven die Seele rausge...
    Aber diese Farben sind alles wert!!
    Was gibt es doch für unglaubliche Fleckchen auf dieser Erde!

    AntwortenLöschen
  5. was für tolle, beeindruckende fotos... ich finde es so schön, deine reise so mitverfolgen zu können! zu den schuhen sag ich lieber nix ;) liebe grüsse, manja

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Dirk, wieder eine klasse Dokumentation in phantastischen Bildern! Schoen, dass wir mitgeniessen koennen. Wir wuenschen Deinem Motorrad mehr Stehvermoegen als Deinen Schuhen. Weiterhin viel Glueck und Gruesse von Lombok, Konny und Frank

    AntwortenLöschen